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Familienkasse & Elterngeld

Elterngeldbescheid

Nach der Geburt ist ohnehin schon vieles neu, und dann kommt auch noch ein mehrseitiger Bescheid der Elterngeldstelle. Wir zeigen dir, worauf es beim Elterngeldbescheid wirklich ankommt.

Was bedeutet das?

Der Elterngeldbescheid wird von der zuständigen Elterngeldstelle deines Bundeslandes verschickt, nachdem du einen Antrag auf Elterngeld gestellt hast. Er legt fest, wie hoch dein monatliches Elterngeld ausfällt, für welche Lebensmonate des Kindes es gezahlt wird und ob du Basiselterngeld, ElterngeldPlus oder eine Kombination beider Varianten erhältst. Die Berechnung basiert auf deinem Einkommen vor der Geburt, deshalb kann die Herleitung auf den ersten Blick kompliziert wirken. Enthalten sind außerdem Angaben zu Partnermonaten und zum Geschwisterbonus, falls diese zutreffen.

Was solltest du jetzt tun?

  1. 1Prüfe, ob die im Bescheid genannten Lebensmonate mit deiner geplanten Elternzeit übereinstimmen
  2. 2Vergleiche die Berechnungsgrundlage, also das zugrunde gelegte Einkommen, mit deinen eigenen Gehaltsabrechnungen
  3. 3Kontrolliere, ob Basiselterngeld oder ElterngeldPlus wie beantragt bewilligt wurde
  4. 4Bei Unklarheiten oder Fehlern kontaktiere die Elterngeldstelle telefonisch, bevor du formal Widerspruch einlegst
  5. 5Hebe den Bescheid gut auf, da er oft für weitere Anträge wie Kinderzuschlag oder Wohngeld benötigt wird

Welche Fristen gelten?

Gegen den Elterngeldbescheid kannst du in der Regel innerhalb eines Monats nach Zugang schriftlich Widerspruch einlegen, wenn die Berechnung aus deiner Sicht nicht stimmt. Änderungswünsche bei der Verteilung der Elterngeldmonate solltest du möglichst frühzeitig mit der Elterngeldstelle klären.

Was passiert, wenn du nicht reagierst?

Legst du innerhalb der Frist keinen Widerspruch ein, wird der Bescheid bindend und eine spätere Korrektur ist meist nur noch schwer möglich. Bei offensichtlichen Rechenfehlern lohnt sich aber oft zunächst ein formloses Gespräch, bevor du den förmlichen Weg gehst.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis der Elterngeldbescheid kommt?

Je nach Bundesland und Auslastung der Elterngeldstelle kann das einige Wochen bis wenige Monate nach Antragstellung dauern. Bei Rückfragen oder fehlenden Unterlagen verlängert sich die Bearbeitung entsprechend.

Was tun, wenn die Elterngeldhöhe im Bescheid zu niedrig erscheint?

Prüfe zunächst, welches Einkommen als Berechnungsgrundlage herangezogen wurde. Stimmt es nicht mit deinen Gehaltsabrechnungen überein, kannst du dich an die Elterngeldstelle wenden oder innerhalb der Frist Widerspruch einlegen.

Kann sich der Elterngeldbescheid nachträglich ändern?

Ja, etwa wenn sich dein tatsächliches Einkommen im Bezugszeitraum von der Prognose unterscheidet. Dann erfolgt häufig eine abschließende Neuberechnung nach Ende des Elterngeldbezugs.

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Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei rechtlich relevanten Schreiben empfehlen wir zusätzlich einen Fachanwalt oder eine Beratungsstelle.