Zurück zum Ratgeber

Anwalts- & Gerichtsschreiben

Ladung

Eine Ladung vom Gericht im Briefkasten sorgt fast immer für ein mulmiges Gefühl. Meist bedeutet sie einfach, dass du zu einem bestimmten Termin bei Gericht erscheinen sollst, sei es als Beteiligter, Zeuge oder in anderer Rolle.

Was bedeutet das?

Mit einer Ladung fordert dich ein Gericht förmlich auf, zu einem bestimmten Termin zu erscheinen, zum Beispiel zu einer Gerichtsverhandlung, einem Beweistermin oder einer Anhörung. Deine Rolle dabei ist entscheidend: Als Zeuge hast du meist eine gesetzliche Pflicht zu erscheinen, als Beklagter oder Kläger in einem Zivilverfahren geht es um deinen eigenen Rechtsstreit, in Strafsachen kann es sich um eine Ladung als Beschuldigter oder Zeuge handeln. Auf der Ladung steht immer, in welcher Sache und in welcher Funktion du geladen bist, das solltest du genau lesen. Häufig liegen der Ladung weitere Unterlagen bei, etwa eine Klageschrift oder ein Beweisbeschluss.

Was solltest du jetzt tun?

  1. 1Lies genau, in welcher Funktion du geladen bist und um welches Verfahren es geht
  2. 2Trage den Termin fest ein und plane rechtzeitig An- und Abreise ein
  3. 3Bei einer eigenen Rechtssache prüfe, ob du anwaltliche Unterstützung brauchst
  4. 4Kannst du aus wichtigem Grund nicht erscheinen, informiere das Gericht so früh wie möglich schriftlich
  5. 5Bringe alle im Schreiben genannten Unterlagen und einen Ausweis zum Termin mit

Welche Fristen gelten?

Eine klassische Reaktionsfrist gibt es bei einer Ladung meist nicht, entscheidend ist der genannte Termin selbst. Falls du verhindert bist, solltest du das dem Gericht möglichst frühzeitig vor dem Termin mitteilen und einen triftigen Grund nennen.

Was passiert, wenn du nicht reagierst?

Erscheinst du als Zeuge unentschuldigt nicht, können Ordnungsgeld oder sogar zwangsweise Vorführung drohen. Bist du selbst Partei in einem Zivilprozess und erscheinst nicht, kann gegen dich ein Versäumnisurteil ergehen, das dich zur Zahlung verpflichtet, ohne dass deine Argumente gehört wurden.

Häufige Fragen

Kann ich einen Gerichtstermin verschieben lassen?

Ja, aus wichtigem Grund, etwa Krankheit oder unvermeidbaren Terminkollisionen, kannst du eine Verlegung beantragen, das solltest du frühzeitig und schriftlich tun.

Muss ich als Zeuge unbedingt erscheinen?

Ja, als Zeuge besteht in der Regel eine gesetzliche Pflicht zum Erscheinen, ein unentschuldigtes Fernbleiben kann Ordnungsgeld nach sich ziehen.

Brauche ich bei einer Ladung als Beklagter einen Anwalt?

Das hängt vom Gericht ab, vor dem Amtsgericht ist in vielen Fällen kein Anwaltszwang, vor Land- und Oberlandesgerichten dagegen meist schon. Auch ohne Anwaltszwang kann anwaltliche Unterstützung sinnvoll sein.

Hast du genau so einen Brief bekommen?

Lad ihn hoch, unsere KI erklärt dir deinen konkreten Brief, erkennt Fristen und schlägt eine Antwort vor.

Weitere Begriffe aus Anwalts- & Gerichtsschreiben

Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei rechtlich relevanten Schreiben empfehlen wir zusätzlich einen Fachanwalt oder eine Beratungsstelle.