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Inkasso & Mahnwesen

Mahnschreiben

Du hast ein Mahnschreiben bekommen und fragst dich, wie ernst die Lage ist. Eine Mahnung ist eine deutliche Erinnerung an eine offene Zahlung, aber noch kein Gerichtsverfahren. So gehst du am besten damit um.

Was bedeutet das?

Ein Mahnschreiben ist die schriftliche Aufforderung eines Gläubigers, eine überfällige Rechnung endlich zu bezahlen. Es zeigt an, dass die ursprüngliche Zahlungsfrist bereits verstrichen ist und du dich rechtlich in Verzug befindest. Absender können Unternehmen, Vermieter, Versicherungen oder auch Behörden sein. Häufig kommen zur ursprünglichen Rechnungssumme noch Mahngebühren und Verzugszinsen hinzu.

Was solltest du jetzt tun?

  1. 1Prüfe, ob die Forderung tatsächlich besteht und die Rechnung dazu korrekt ist
  2. 2Zahle den offenen Betrag zeitnah, wenn die Forderung berechtigt ist, um weitere Kosten zu vermeiden
  3. 3Widersprich schriftlich, falls du bereits bezahlt hast oder die Forderung falsch ist, und lege einen Zahlungsbeleg bei
  4. 4Kontaktiere den Gläubiger direkt, wenn du gerade nicht zahlen kannst, um eine Ratenzahlung zu vereinbaren
  5. 5Bewahre alle Schriftstücke und Belege für den Fall weiterer Nachfragen gut auf

Welche Fristen gelten?

Eine gesetzliche Mindestfrist für Mahnschreiben gibt es nicht, meist wird aber eine Zahlungsfrist von etwa einer bis zwei Wochen gesetzt. Wichtig ist zu wissen, dass du bei einer offenen Rechnung oft schon vorher automatisch in Verzug geraten kannst, auch ohne Mahnung, etwa 30 Tage nach Fälligkeit und Rechnungszugang.

Was passiert, wenn du nicht reagierst?

Ignorierst du das Mahnschreiben, kann der Gläubiger ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten oder direkt klagen, wodurch weitere Kosten entstehen. Am Ende eines solchen Verfahrens kann ein vollstreckbarer Titel stehen, mit dem gepfändet werden darf, deshalb lohnt sich frühzeitiges Reagieren.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich gemahnt werden, bevor Verzugskosten anfallen?

Grundsätzlich reicht oft schon eine Mahnung, bei manchen Rechnungen entsteht Verzug sogar automatisch nach 30 Tagen ohne separate Mahnung.

Sind Mahngebühren immer berechtigt?

Nicht in beliebiger Höhe, die Gebühren müssen angemessen sein und den tatsächlichen Aufwand widerspiegeln, überzogene Beträge kannst du zurückweisen.

Was ist der Unterschied zwischen Mahnung und Mahnbescheid?

Eine Mahnung kommt direkt vom Gläubiger, ein Mahnbescheid dagegen ist ein gerichtliches Schreiben im offiziellen Mahnverfahren und deutlich ernster zu nehmen.

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Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei rechtlich relevanten Schreiben empfehlen wir zusätzlich einen Fachanwalt oder eine Beratungsstelle.