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Arbeitsrecht & Arbeitgeber

Abmahnung (Arbeitgeber)

Eine Abmahnung vom Arbeitgeber löst oft Sorge um den Job aus. Wichtig zu wissen: Eine Abmahnung ist noch keine Kündigung, sondern zunächst eine Warnung.

Was bedeutet das?

Mit einer Abmahnung rügt dein Arbeitgeber ein bestimmtes Verhalten, das er als Pflichtverletzung ansieht, zum Beispiel wiederholte Verspätungen oder Fehler bei der Arbeit. Die Abmahnung soll dich auf das Fehlverhalten hinweisen und gleichzeitig verdeutlichen, dass bei Wiederholung arbeitsrechtliche Konsequenzen bis zur Kündigung drohen können. Verschickt wird sie von deinem Arbeitgeber, meist durch die Personalabteilung oder direkte Vorgesetzte. Eine wirksame Abmahnung muss den Vorfall konkret beschreiben und deutlich machen, welches Verhalten künftig erwartet wird.

Was solltest du jetzt tun?

  1. 1Lies die Abmahnung genau durch und prüfe, ob der beschriebene Vorfall so stimmt, wie er dargestellt wird
  2. 2Sammle eigene Notizen oder Beweise, falls du den Sachverhalt anders siehst
  3. 3Du musst die Abmahnung nicht unterschreiben, eine Unterschrift bestätigt nur den Erhalt, nicht die Richtigkeit
  4. 4Bei Unstimmigkeiten kannst du eine schriftliche Gegendarstellung verfassen und zur Personalakte geben lassen
  5. 5Bei wiederholten oder aus deiner Sicht unberechtigten Abmahnungen kann ein Gespräch mit dem Betriebsrat oder einem Anwalt für Arbeitsrecht helfen

Welche Fristen gelten?

Für eine Reaktion auf eine Abmahnung gibt es keine feste gesetzliche Frist. Möchtest du dich juristisch dagegen wehren, zum Beispiel mit einer Gegendarstellung, solltest du das aber zeitnah tun, damit die Sachlage noch nachvollziehbar ist.

Was passiert, wenn du nicht reagierst?

Ignorierst du eine berechtigte Abmahnung und das gerügte Verhalten wiederholt sich, kann das eine spätere Kündigung erleichtern, weil der Arbeitgeber zeigen kann, dass er dich bereits gewarnt hat. Eine einzelne Abmahnung führt aber in der Regel nicht direkt zur Kündigung.

Häufige Fragen

Muss ich eine Abmahnung unterschreiben?

Nein, du bist nicht verpflichtet, die Abmahnung zu unterschreiben. Eine Unterschrift bestätigt meist nur, dass du sie erhalten hast, nicht dass du mit dem Inhalt einverstanden bist.

Kann ich mich gegen eine unberechtigte Abmahnung wehren?

Ja, du kannst eine schriftliche Gegendarstellung einreichen oder in bestimmten Fällen auf Entfernung aus der Personalakte klagen. Ein Gespräch mit einem Anwalt für Arbeitsrecht hilft dabei, die Erfolgsaussichten einzuschätzen.

Führt eine Abmahnung automatisch zur Kündigung?

Nein, eine einzelne Abmahnung führt in der Regel nicht direkt zur Kündigung. Sie kann aber die Grundlage für eine spätere Kündigung sein, wenn sich das Verhalten wiederholt.

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Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei rechtlich relevanten Schreiben empfehlen wir zusätzlich einen Fachanwalt oder eine Beratungsstelle.